3d mobile
Vorteile Nachteile Plasma LCD Drucken E-Mail

Wo liegen die Vorteile und Nachteile bei Plasmas, LCDs oder Fernsehern mit Bilddröhre?

Vorteile Plasmafernseher Nachteile Plasmafernseher
- keine Verzerrungen
- kräftige Farben
- Wandmontage möglich
- geringe Stellfläche
- hohe Helligkeit
- großer Kontrastumfang
- Glaskonstruktion ist sehr empfindlich
- Ohne Schutzfunktion Gefahr des Einbrennens
- hohe Anschaffungskosten
- Bild aus der Nähe pixelig
- hohes Gewicht
- Zellen teilweise zu träge
- hoher Stromverbrauch

Vorteile LCD-Fernseher Nachteile LCD-Fernseher
- gute Helligkeit
- robuste Technik
- perfekte Bildgeometrie
- keine Konvergenzfehler
- Wandmontage möglich
- wenig Gewicht
- geringer Stromverbrauch
- träge Schaltzeit
- vom Blickwinkel abhängig
- eher dunkelgrau als schwarz
- sehr hoher Preis

Vorteile Röhrenfernseher Nachteile Röhrenfernseher
- geringer Preis
- große Helligkeit
- sehr schöne Farben
- analoge Glättung
- keine sichtbaren Pixel
- unabhängige Blickwinkel
- robuste Technik
- extrem hohes Gewicht
- riesige Stellfläche
- Konvergenz, Geometriefehler
- geringe Bilddiagonale
- erschütterungsempfindlich
- 50-Hz-Flimmern
- langsames Verblassen des Phosphors

INFO: Konzeptvergleich Plasma- und LCD-Technik

Flüssigkristall- und Plasmabildschirme – Ein kurzer Technologievergleich
Die Flüssigkristall- und die Plasmatechnologie sind die beiden miteinander konkurrierenden physikalischen Technologien bei den immer beliebteren Flachbildschirmen - mittlerweile sind die "Flachmänner" so beliebt, dass Röhrengeräte und auch nach dem Rückenprojektionsverfahren arbeitende Fernsehgeräte nur noch Randerscheinungen  im Marktgeschehen sind.
 

Solange Schirme dunkel sind, kann man bei oberflächiger Betrachtung keinen Unterschied ausmachen. Bei kleinen Bilddiagonalen bis 32 Zoll handelt es sich immer um einen LCD-TV, in derartig kleinen Ausführungen gibt es keine Plasma-Panels. Bei großen Bilddiagonalen (50 und 60 Zoll) sind Plasmabildschirme noch in der Überzahl, es kommen allerdings verstärkt auch große LCD-Schirme (z.B. in 52 und 57 Zoll). 

Wenn man einen neuwertigen Flachbildschirm liegend transportiert und er defekt wird, spricht alles dafür, dass es ein Plasmabildschirm ist. Denn mechanische Schwingungen der elektronische Baugruppen im Innern des Geräts übertragen sich auf das Panel, wodurch Plasmazellen reißen und funktionsuntüchtig werden. Zugegeben, dieser Test ist wenig empfehlenswert. Daher ist es so wichtig, einen Plasmaschirm immer aufrecht stehend zu transportieren und das mögliche Spiel nach allen Seiten zu minimieren. 

Plasmabildschirm

Plasmabildschirme werden auch durch PDP (plasma display panel) abgekürzt. Der erste funktionsfähige Schirm stammt aus dem Jahr 1964. Plasmaschirme arbeiten nach einem Prinzip, das dem der Leuchtstoffröhren ähnelt. Der Bildschirm besteht aus zwei Glasplatten oder -panelen. Zwischen ihnen befinden sich viele kleine Zellen. Jede Zelle ist mit einem Edelgasgemisch von Neon und und 3%- 5% Xenon gefüllt; bisweilen wird auch Helium beigeschmischt (die genauen Mischverhältnisse und spezielle Beimengungen geben die Hersteller natürlich nicht absolut präzise Preis). In den Zellen werden unter dem Einfluss dort bestehender elektrischer Felder kleine Gasentladungen gezündet, durch die das Gas an diesen Stellen elektrisch leitet. In der Zelle entsteht ein Plasma: neben neutralen Atomen gibt es freie Ionen, Elektronen und angeregte Atome. Während der Entladung einer Zelle leuchtet diese blitzartig auf.

Die lokalen elektrischen Felder in den Zellen werden mit Hilfe eines Gitters aus waagerechten und senkrechten Leiterbahnen jeweils an deren Kreuzungen erzeugt. Jede Kreuzung entspricht einem Bildpunkt (Pixel). Zur Farbdarstellung werden drei Leiterbahnsysteme verwendet mit drei Bildpunkten pro Kreuzung, wobei die drei Bildpunkte in den Grundfarben rot, grün und blau aufleuchten; die wirklichen Farben des gezeigten Bildes werden dann durch additive Farbmischung erzeugt, also etwa gelb durch Mischung aus rot und grün. 

Zur Erzeugung eines Bildes wird jede Zelle einzeln durch einen zugehörigen Transistor gezündet. Die Grundfarben in den Kammern werden durch unterschiedliche Leuchtstoffe erzeugt. Eine Zelle blitzt auf, sobald der zugehörige Leuchtstoff von der durch das Plasma erzeugten unsichtbaren Ultraviolettstrahlung, kurz UV-Strahlung, getroffen wird. Die Leuchtstoffe wandeln somit die unsichtbare UV-Strahlung in sichtbares Licht um. Das ist der nämliche Vorgang wie in einer Leuchtstoffröhre. Man kann sich also einen Plasmaschirm als einen Schirm vorstellen, hinter dem viele kleine Leuchtstoffröhrchen zusammen ein Bild wiedergeben.

Das Gas zwischen den beiden Glasplatten hat nur eine geringe Dichte. Deshalb genügen niedrige Plasmatemperaturen. Die Zündungsspannungen liegen im Bereich von einigen hundert Volt.

Welche Vorteile hat der Plasmabildschirm?

Bezüglich der Bautiefe sind LCD-TVs und Plasma-Fernseher sehr gering gehalten. Für den Plasma sprechen die große Helligkeit, der starke Kontrast, die natürliche Farbwiedergabe, der im Vergleich zum LCD-Panel bessere Schwarzwert, die Flimmerfreiheit und ein weiter Betrachtungswinkel zeichnen Plasmabildschirme aus. Die einfachsten Schirme können 256 Graustufen und insgesamt 16,7 Millionen Farbnuancen wiedergeben, während aufwändige Geräte z.B.bei über 68 Milliarden Farben und 4.096 Grauabstufungen angelangt sind. Der Plasmabildschirm ist auch unempfindlich gegen Magnetfelder. Durch das tiefe, natürliche Bild ist ein hochwertiger Plasmabildschirm für den Filmliebhaber in vielen Fällen erste Wahl. 

Wo viel Licht ist, wird Schatten nicht fehlen. 

Der – eigentlich größte – Nachteil von Plasmabildschirmen existiert nur noch als Vorurteil im Kopf weniger gut informierter Verbraucher: Nur noch alte oder sehr einfache Plasmabildschirme sind mit einem hohen Stromverbrauch, etwa 300 W bis 580 W wenig kosten- und umweltfreundlich. Durch mehr Effizienz bezüglich der Leuchtkraft haben moderne Plasmapanels keinen auffällig hohen Energieverbrauch mehr, was bereits viele unabhängige Untersuchungen ergeben haben.

Ein großer Nachteil lieg in der Einbrenngefahr. Da TV-Produktionen immernoch meist im Format 4:3 gesendet werden, die Schirme jedoch bereits das zukünftig übliche Seitenverhältnis von 16:9 haben, bleiben links und rechts zwei vertikale Balken schwarz. Dort altert der Bildschirm dann weniger. Nach relativ kurzer Zeit drohen dann den ganzen Schirm ausfüllende Kinofilme links und rechts heller zu werden. Und: Z.B. die Logos von TV-Sendern oder ein immer identisches Bild wie z.B. bei Computerspielen können häßliche Spuren in Form von eingebrannten Elementen hinterlassen. Gerade innerhalb der ersten drei Montate sind Plasmabildschirme sehr empfindlich gegen das Einbrennen. Aus diesem Grunde ist es auch nicht empfehlenswert, z.B. gebrauchte Plasmaschirme, die auf Messen in Betrieb waren, zu kaufen. Oftmals lief den ganzen Tag eine Sequenz auf dem Panel, und es haben sich verschiedene Elemente eingebrannt. Bei weniger “harten” Fällen können eingebrannte Elemente durch spezielle Testbildsequenzen wieder zumindest in großen Teilen eliminiert werden. 

Noch sind Plasmas mit Full HD Auflösung recht kostspielig, im Gegensatz zu LCD-Schirmen sind sie auch erst in großen Bilddiagonalen (50 oder 60 Zoll) erhältlich, während es bei LCD-TVs bereits 37 Zoll-Geräte (entspricht ca. 94 cm) mit der großen Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln gibt. 

Flüssigkeitskristallbildschirme (LCD)

LCDs – Liquid Crystal Displays – kamen und kommen immer noch in einfacher Form bei vielen elektronischen Uhren und bei Taschenrechnern vor. Erst bei Notebooks und nun mehr und mehr bei Fernsehgeräten sind aufwändigere LC-Technologien auf dem Vormarsch. Flüssigkristalle scheinen ein Widerspruch in sich zu sein: Der typische feste Körper hat einen streng periodischen räumlichen, also kristallinen Aufbau: legt man einen Festkörper in eine Schüssel, füllt er sie – im Gegensatz zu einer Flüssigkeit – nicht automatisch aus.

Seit 1904 weiß man von der Existenz von Flüssigkeiten, die einerseits fluide sind, andererseits die typische kristalline Eigenschaft der Doppelbrechung von Licht haben. Dies liegt daran, dass sich die stäbchenförmigen Moleküle der kristallartigen Flüssigkeit ausrichten und bei hindurchfallendem Licht die Schwingungsebene der Lichtwellen ändern (Polarisation).

In Verbindung mit Polsarisationsfolien, die vom normalen, unpolaristierten Licht beim Durchgang nur Licht einer bestimmten Polarisationsebene passieren lassen, wird damit Lichtdurchlässigkeit und -undurchlässigkeit, also hell und dunkel, erzeugt. Ändert man die Ausrichtung der Moleküle im Flüssigkristall, deren elektrische Ladung innerhalb eines Moleküls ungleich verteilt ist, durch elektrische Felder, kann man von hell auf dunkel schalten. 

Damit wird prinzipiell folgendes Verfahren möglich. Man schliesst die Flüssigkristalle zwischen zwei unterschiedlich polarisierenden Panelen ein. Diese werden so ausgewählt, dass die Schwingungsebenen, die Polarisationsebenen, der beiden Paneele senkrecht aufeinander stehen. Fällt normales, also unpolarisiertes Licht auf die erste Paneele, wird es so polarisiert, dass es die zweite nicht mehr passieren kann. Dies entspricht dem Zustand dunkel. Wird dann die Flüssigkristallschicht elektrisch manipuliert, ändert sich die Polarisation zwischen den Panelen, dann kann das eingedrungene Licht nunmehr nun auch die zweite Paneele passieren: Es wird hell.

Diesen Vorgang kann man sich nun zu Nutze machen. Direkt über und unter der durch die Glasschichten eines Bildschirms begrenzten Flüssigkristallschicht liegen Leiterbahnen aus durchsichtigem Material, die sich matrixartig kreuzen. Damit entsteht ein Gitter aus parallelen Leiterbahnen, deren Kreuzungen die hellen und dunklen Lichtpunkte ausmachen, aus denen die Abbildung besteht, die ein so konstruierter LC-Bildschirm wiedergibt. Bei sogenannten Aktivmatrix-Schirmen besitzt jeder Bildpunkt ein eigenes aktives Element, einen Transistor, genauer einen Dünnschichttransistor (thin film transistor, TFT), der erlaubt, die die jeweiligen elektrischen Felder bestimmenden Spannungen genau zu regeln und zu schalten. Bei einer passiven Matrix – verwendet für kleinere Bildschirme, etwa bei Notebooks – existiert eine Hintergrundbeleuchtung.

Zur Darstellung von Farben werden – ganz ähnlich wie beim Plasmabildschirm – jeweils drei Zellen von Flüssigkeitskristallen zusammengefasst, welche die Grundfarben rot, grün und blau wiedergeben. Unter der Flüssigkristallschicht befinden sich für jeden farbigen Bildpunkt (Pixel) drei Dünnschichttransistoren, die als Folienschichten auf das Glas aufgedampft werden. Sie erzeugen sehr kleine Bildpunkte, was eine hohe Bildschirmauflösung bedeutet. Jeder der Transistoren lässt sich einzeln ansteuern, auch in unterschiedlichen Stärken bzw. mit unterschiedliche vielen Impulsen. 

Die Reaktionszeiten aktueller  LCDs können von 16 ms bis zu 2 ms reichen.

Welche Vorteile haben LC-Bildschirme aufgrund ihrer Technologie?

LCD-Fernsehgeräte erzeugen meist ein ausgesprochen scharfes Bild. Die Zahl der Pixel kann bis zu 1.920 x 1.080 gehen, Full HD-Modelle sind mittlerweile bereits ab 37 Zoll Bildschirmdiagonale erhältlich und sind preislich nicht mehr im abgehobenen Rahmen. Full HD Plasmas sind – noch – deutlich teurer und auch rarer gesät. Die LCD-Geräte sind leicht, strahlen keine Röntgenstrahlen ab und erzeugen kaum Magnetfelder. Auch werden sie nicht durch nahe Magnetfelder (Oberleitungen, Transformatoren oder elektrische Maschinen) beeinträchtigt. LCD-Schirme haben keinerlei Probleme wg. Einbrenneffekten, gerade derjenige, der viel PC-Präsentationen über seinen Flachbildschirm laufen läßt und vielleicht auch mal gern ein Rennspiel o.ä. spielt, ist mit einem LCD-TV besser bedient. 

Probleme gibt allerdings auch hier: Durch den systembedingten Restlichteinfall ist selbst bei überragenden Geräten der Schwarzwert noch immer nicht optimal und unter Plasma-Niveau. Bezüglich der Farbwiedergabe erzielen manche sehr sauber konstruierte LCD-Schirme mittlerweile sehr gute Ergebnisse, generell aber ist die natürliche Farbdarstellung nach wie vor ein Problem vieler LCDs. Besonders einfache oder ältere Modelle leiden unter zwei weiteren Krankheiten: Durch zu langsame Reaktionszeiten des Panels sind unschöne Nachzieheffekte zu sehen. Und: Der Betrachtungswinkel ist nicht groß genug, so dass Personen, die relativ weit außen sitzen, keinen optimalen Bildeindruck mehr genießen können. 

Fazit:

Beide Flachbildschirm-Formen haben ihre Berechtigung, denn aktuell kokettieren beide Techniken mit ihren Vorteilen, weisen jedoch auch einige nicht wegzudiskutierende Nachteile auf. Wer einfach einen kostengünstigen TV mit gutem Bild sucht, wird ebenso wie derjenige, der für einen vertretbaren Preis einen Full HD-Schirm erwerben möchte, beim LCD-Gerät landen. Derjenige, der bereits ist, für ein überragendes, kinoähnliches Bilderlebnis in größeren Bilddiagonalen auch mehr Geld auszugeben, wird sich hingegen an modernen Highend-Plasmas orientieren. Dadurch, dass LCD-TVs in “bürgerlichen” Preisklassen sehr stark sind (hier hält der Markt bei den Plasmaschirmen schon durch das “Diagonalenproblem”/Plasmas sind erst ab 37 Zoll überhaupt erhältlich, die gängisten Größen sind 42 und 50 Zoll/ nicht allzu viele Alternativen bereit) ist davon auszugehen, dass sich der bereits momentan vorhandene Stückzahlenvorsprung der LCD-Fernseher eher noch ausweiten wird.
 

 

Suchen auf hifi.ch

Newsletter






Spectral Music Box