 | | 4K - die Auflösung der Zukunft | Spätestens seit der CES 2012, die vor kurzem zu Ende ging, ist 4K (3840 x 2160
Pixel) eigentlich die vierfache Auflösung vom aktuellen FullHD – für Consumer
nochmals deutlich bekannter geworden. Allerdings muss man unterscheiden, denn im
Gegensatz um eindeutig definierten FullHD (1920 x 1080 Pixel) gibt es zusätzlich
zum obigen 4K noch mehrere Auflösungsvarianten, die als 4K bezeichnet werden:
An digitalen Filmstandards gibt es Full Aperture 4K mit 4096 x 3112 Pixeln
(1,32:1), Academy 4K mit 3656 x 2664 Pixeln in 1,37:1, Digital Cinema 4K mit
4096 x 1714 Pixel in 2,39:1 und Digital Cinema 4K mit 3996 x 2160 Pixeln im
bekannten 1,78:1/16:9 Format. Als gängige Auflösung für die digitale
Post-Production gibt es Full Aperture 4K mit 4096 x 3112 Pixeln in 4:3 und
Academy 4K mit 3656 x 2664 in 1,37:1. Hinzu kommt als PC-Format QFHD mit einer
Auflösung von 3840 x 2160 Pixel.
Vorzüge von 4K liegen in einer deutlich detailreicheren 2D-Wiedergabe, gerade
auf der großen Leinwand ist hier aufgrund der sehr viel höheren Pixeldichte ein
Vorteil zu erkennen, und in einer deutlich verbesserten 3D-Wiedergabe, da die
aktive Shutterbrille nun für ein FullHD 3D-Bilderlebnis nicht mehr benötigt
wird. Es genügt nun eine Polarisationsfilterbrille (Passivbrille), da ein
4K-Panel in der Lage ist, ein FullHD 3D-Bild simultan für das linke und das
rechte Auge zur Verfügung zu stellen. Damit ist es nicht mehr, wie bei
bisherigen Polfilter-Passiv-3D-Systemen, notwendig, dass die Polfilterbrille pro
Auge jede 2. Zeile herausfiltert und somit die Auflösung beim gleichzeitig für
das linke und das rechte Auge produzierten Bild halbiert.
Flachbildschirme, die 4K darstellen, sind noch rar gesät und entweder in der
Profitechnik zu finden oder aber nur als Prototyp vorhanden. So stellte
beispielsweise LG auf der CES einen 84 Zoll-TV vor, der 3840 x 2160 Pixel
Auflösung erbringt. Auch Sharp zeigte auf der CES den „ICC-4K-TV“ mit einer
Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten. „IKK“ steht dabei für „Integrated
Cognitive Creation“ und soll eine besonders hochwertige Upconversion von
niedriger auflösenden Inhalten auf 4K bieten, die qualitativ nah an dem liegt,
was das menschliche Auge bei der Aufnahme gesehen hätte. Sharp plant in den USA
noch in diesem Jahr die Markteinführung. Auch war von Sharp ein TV mit einer
Auflösung von 7680 x 4320 Pixeln zu sehen – weiter unten geben wir mehr
Informationen zu dieser „UHDTV-Auflösung“.
Auch wurde LGs 84 Zoll-TV an verschiedenen Orten als „Ultra Definition TV“
bezeichnet, was in Anbetracht der 3840 x 2160 Pixel Auflösung nicht ganz den
Tatsachen entspricht, wenn man den UHDTV-Standard herannimmt. vielmehr ist es,
wie schon oben beschrieben, ein 4K-Panel.
Es herrscht also noch nicht absolute
Klarheit über die Begrifflichkeiten.
Geräten Typen mit 4K
- Verschiedene Onkyo AV-Receiver können mittels Marvell Qdeo-Chip
auf 4K hochskalieren - so auch der 9.2 THX Ultra 2 Plus AV-Receiver Onkyo TX-NR3009
- JVC nimmt sich bei den aktuellen D-ILA-Projektoren DLA-X90RBE sowie DLA-X70RBE
ebenfalls dem Themenkomplex 4K an.
- JVC möchte zwar in den USA voraussichtlich im März einen 4K-fähigen Camcorder
für rund 5000 Dollar anbieten (JVC GY-HMQ10 mit 10x optischem Zoom und 0,5 Zoll
CMOS 8 MP Sensor), der in 3840 x 2160 Pixeln aufnimmt und in Echtzeit die Daten
komprimieren kann, aber aufgrund des speziellen Aufnahmeverfahrens ist fraglich,
ob sich solche Geräte im Consumerbereich verbreiten werden.
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