Der japanische Elektronikkonzern Sony bringt seit dem Jahr 1994 in regelmäßigen Abständen von sechs Jahren eine neue Generation der Spielekonsole PlayStation auf den Markt. Anhand des Verlaufs der technischen Entwicklung der Vorgängermodelle lässt sich schon jetzt darauf schließen, was möglicherweise alles in der neuen PlayStation 4 stecken könnte.
Wie es scheint hat Mike Muncatchy vom "Digital Video Gamer" Sonys Vorgehensweise nun durchschaut. Demnach gibt neben regelmäßig erscheinenden Patenten auch ein Rückblick in die bisherige Entwicklung der Spielekonsole Aufschluss darüber, was die vierte Generation der PlayStation so alles mit sich bringen wird.
In Gedanken reist Muncatchy zurück in das Jahr 1994, in dem die brandneue Sony PlayStation auf den Markt kam und spricht enthusiastisch über deren bahnbrechende technische Details, die wie folgt lauten: ein Prozessor mit 32 Bit und 33 MHz, ein CD-ROM-Laufwerk für CDs mit bis zu 660 MByte, 2 MiByte RAM, davon 1 MiByte für Texturen, 16,7 Millionen Farben, 360.000 Polygone pro Sekunde, eine Auflösung von 640 x 480 Pixel und ein 16 Bit 24-Kanal PCM-Sound. Zahlreiche grandiose Spiele wie zum Beispiel GranTurismo mit seinen 500 verfügbaren Autos, Metal Gear Solid mit seiner ausgeklügelten Gegner-KI, sowie Crash Bandicoot mit seiner vielfältigen Spielwelt sorgten des Öfteren dafür, dass die Konkurrenten Sega oder Nintendo in technischer Hinsicht häufig das Nachsehen hatten. Der typische Sony-Controller steht heutzutage symbolisch für die Marke PlayStation.
Nur sechs Jahre später – im Jahr 2000 – folgte schon die zweite Generation der PlayStation, die den Markt ebenfalls im Sturm erobern sollte. Die PlayStation 2 konnte neben CDs mittlerweile auch DVDs wiedergeben und wurde somit mit einem weiteren Home-Entertainment-Element ausgestattet. Hält man sich die technischen Fakten der PS2 vor Auge, so fällt einem sofort der Faktor 10 ins Auge, denn die zweite Generation verfügte über die folgende technische Ausstattung: 128 Bit-CPU mit 300 MHz, ein DVD-Laufwerk mit 4,7 GByte, 32 MiByte RAM, 25 Millionen Polygone pro Sekunde und 2 MiByte Puffer für Sound mit 48 Kanälen. Bis zum heutigen Zeitpunkt hat sich die PS2, die durch die damals gigantische DVD-Kapazität riesige begehbare Spielwelten ermöglichte, insgesamt 100 Millionen Mal verkauft. Die Konkurrenten Sega und Nitnendo konnten mit ihren Neuerungen - einer Gigabyte-Disc für den Dreamcast mit 1 GByte bzw. einer Mini-DVD für den Gamecube mit 1,5 GBbyte - erneut nicht einmal ansatzweise mithalten. In Gestalt von drucksensiblen Tasten und eines genaueren Analog-Sticks erfuhr auch der Controller ein passendes Upgrade.
Weitere sechs Jahre später – im Jahr 2006 – brachte Sony die dritte Generation der Spielekonsole, die PlayStation 3 in den Handel und auch bei ihr blieb man dem Faktor 10 treu. Geht es um Hochleistungsrechnungen, sticht der 3,2 GHz starke 128-bit-Prozessor der PS3 auch heute noch so manchen Intel Core i7-Prozessor aus. Blu-ray Discs fassen bis zu 50 GByte und der Arbeitsspeicher beträgt mit zweimal 256 MiByte deutlich mehr, als der der PS2. Auch der Polygondurchsatz hat sich vervielfacht und ist auf 250 Millionen Vielecke pro Sekunde angestiegen, die maximale Auflösung hat sich auf 1080p erhöht. Der Sound erklingt mittlerweile in Dolby TrueHD oder in DTS-HD Master Audio. Auch wenn die PlayStation 3 mittlerweile schon seit vier Jahren auf dem Markt ist, kann die Optik vieler Spiele gut mit der von modernen PC-Titeln mithalten.
Bis jetzt hat Sony die kommende Generation der Konsole stets im Jahr vor dem Release auf einer größeren Spielemesse wie beispielsweise der E3 angekündigt. Sollte das Unternehmen keine Ausnahme machen und auch dieses Mal dem Sechs-Jahres-Zyklus treu bleiben, könnten die Verbraucher schon im kommenden Jahr genauere Details zur PS4 präsentiert bekommen. Trifft Muncatchys Theorie hinsichtlich der technischen Ausstattung zu, wird die PlayStation 4 folgendes mit sich bringen: einen 256-Bit-Prozessor mit insgesamt 32 GHz, Nutzung von holografischen Medien mit 500 GB, 5 GiByte RAM, 2,5 Milliarden Polygone pro Sekunde und die Produktion von mindestens 1080p in 3D.
Quelle:
pcgameshardware.de
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